Sie sind verwandt mit den vermutlich noch älteren Schlotterkämmen und stammen vielleicht, unter Einkreuzung spanischer Rassen von diesen ab. Ihren Namen erhielten sie durch das langanhaltende, tiefe Krähen der Hähne. Sie werden deshalb auch als 'Virtuosen' innerhalb des Rassegeflügels bezeichnet.
Die Bergischen Kräher zählen zu den derben Landhuhntypen. Sie sind groß und aufgerichtet, mit langgestrecktem Rumpf und leicht gebogenem Rücken (Karpfenrücken). Das Gewicht des Hahnes beträgt 3 bis 3,5 kg, das der Henne 2 bis 2,5 kg. Der Hahn ist rötlich-kastanienbraun, die Henne ist schwarz in der Grundfarbe mit goldigen Tupfern an der Seite.
Die Kräher sind sogenannte Nichtbrüter und sind in ihrem Entwicklungszyklus spätreif. Ihre Legeleistung liegt bei ca. 150 Eiern im ersten Jahr.


Kennzeichen:

Großes, stattliches Huhn mit gutem Fleischansatz, frühreif, eigenartiger Krähruf. Der Körper soll zwar kräftig und aufgerichtet, jedoch langgestreckt und schlank sein. Die Grundfarbe ist Schwarz, gedobbelt, die Zeichnungsfarbe rötlichkastanienbraun. Hähne wiegen 3 bis 3,5 kg und Hennen bis 2,5 kg.


Verbreitung:

Nordrhein-Westfalen, Bergisches Land, Bezirk Düsseldorf.


Herkunft:

Die Bergischen Kräher wurden vermutlich während der Kreuzzüge aus Südosteuropa bzw. dem Orient ins Bergische Land importiert. Aus Bosnien, der Türkei, China und Japan sind Langkräherrassen seit Jahrhunderten bekannt. Einer alten Sage zufolge soll der Graf von Berg im Jahre 1190 lang krähende Hähne aus dem Kreuzzug mitgebracht haben, weil der Krähruf des Hahnes ihn und sein Gefolge aus großer Gefahr gerettet habe. Die Zisterziensermönche in unmittelbarer Nähe des Schlosses der Familie von Berg in der nähe Düsseldorfs verbreiteten diese Rasse durch das ganze Bergische Land.


Eigenschaften/Leistung:

Guter Fleischansatz. Jahres-Eierleistung im 1. Jahr 150, im 2. Jahr 120 weißschalige Eier. Kein Bruttrieb.


Besonderheiten:

Der Krähruf der Hähne hält fünfmal so lange an, wie der anderer Rassen. Sie schreiten während des Krähens nach vorn und senken gegen Ende des Krährufes den Kopf fast bis zum Boden. Diese ungewöhnlichen Kräheigenschaften wurden im Laufe der Zeit durch die alljährlich stattfindenden Krähwettbewerbe selektiv gefestigt und verstärkt.


Bestand:

In 28 vor allem kleinen Herden ca. 250 Tiere. Bestandsentwicklung konstant.


Herdbuch:

Die Bergischen Kräher werden vom Sonderverein für Bergische Hühnerrassen bundesweit erfasst.


Gefährdungsgrad:

Kategorie II (stark gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.



[Quelle: Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)]