Die Schleiereule ist eine etwa taubengroße Eule, die ein Gewicht von ca. 330 g erreicht. Charakteristisch ist die deutlich ausgeprägte, herzförmige Gesichtsmaske. Die Oberseite der Schleiereule ist goldbraun, die Unterseite rostbraun bis weiß, es gibt aber auch fast gänzlich weiße Individuen. Wie ein feines Gespinst scheint über ihr Federkleid ein "Schleier" aus dunklen Punkten geworfen zu sein. Die Schleiereule ist ein Kulturfolger, der sich eng an menschliche Siedlungen angeschlossen hat. Gebäude (z.B. Scheunen und Kirchtürme) dienen ihr als Tagesschlaf- und Nistplatz. Eine offene Landschaft mit ganzjährig kurzer Vegetation ist das bevorzugte Jagdgebiet, da sie dort ihre Beute, die zu 96% aus Kleinsäugern besteht, gut
erbeuten kann. Nur in einem geringem Umfang werden auch Vögel, Amphibien und Insekten erbeutet. Die Schleiereule leidet unter einer rapiden Verringerung des Brutplatzangebotes. Viele Scheunen haben keine Eulenlöcher mehr, Kirchtürme werden gegen Tauben vergittert und sind auch für die Eulen nicht mehr erreichbar. Ruhige, katzen- und mardersichere Schlaf- und Brutplätze werden immer seltener.
Weiterhin bewirken die Umwandlung von Grünland in Äcker, die Vergrößerung der Wirtschaftsflächen, infolge der Mechanisierung in der Landwirtschaft und den dadurch bedingten Wegfall von Gräben und Feldrainen, einen Verlust der Lebensräume und Nahrungsverknappung durch den Rückgang der Beutetiere. >> Schutz der Schleiereule auf dem Abshof